Örtlichkeit
... ist das Bürolokal, Bugenhagenstraße 1 in 24114 Kiel und zeigt die lokale Situation. Selbst ein Graffiti an der Wand, das im realen Leben immer wieder neu gesprüht wird, wurde plaziert.
Der Knecht
... dynamisch, modern, im Saft des Lebens - deutet auf sich und kann vor Kraft kaum stehen. Knecht Rupprecht trägt ein Ziegenfellkostüm und liegt im Hintergrund besinnungslos am Boden; niedergestreckt von einer Hammerschelle des "Neuen", denn der Knecht sieht nicht so aus, als ob er sich angestrengt hätte!
St. Nikola, die Weihnachtsfrau
... die Weihnachtsmieze als sexy Variante des Nikolaus - ist von der Situation sinnlich überrascht und führt erstaunt den Finger zum Mund. Ihre Mütze zeigt klar ihre Position als Weihnachtsfrau. St. Nikolas Dresscode zeigt eine verniedlichte Version des patriarchalen Nikolaus.
Die Doppeldeutigkeit
... zeigt sich in der Veränderung von alten Strukturen. Immer mehr Frauen sind in geschäftsleitenden Positionen. Der Knecht ist der neue Mann der Zeit, der alte Knecht (Ruprecht) hat ausgedient.
Die Karte ist feministisch und antifeministisch zugleich. Das Motiv zeigt ein Frauenbild, in dem Frauen in Machtpositionen stehen, aber trotzdem Frau bleiben.
Der gebogene Hirtenstab
... das Insignum der katholischen Kirche, wird von Nikola getragen. Sie hält diesen aber nicht fest sondern öffnet die Hand, um ihn loszulassen. Nikola klammert sich nicht am Instrumentarium der Macht. Sie ist in der Lage, Kompetenz abzugeben. Und dafür gibt es ja den Knecht!
Diese Situation wird gespiegelt: Der Knecht kommt von links und fängt mit der anderen Hand den Stab, den St. Nikola los läßt:
Beide arbeiten Hand in Hand!